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Laserbeschriftung variantenfähig machen - Flexible Aufnahmen mit MATRIX X-SUPPORT und FLEXSTATION

Wie sich Laserbeschriftung bei hoher Variantenvielfalt mit MATRIX X-SUPPORT und FLEXSTATION effizient umsetzen lässt - von der manuellen Aufnahme bis zur programmierbaren, automatisierten Lösung.
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Felix Schönwald
Head of Application Engineering
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Laserbeschriftung variantenfähig machen

Flexible Aufnahmen mit MATRIX X-SUPPORT und FLEXSTATION

Laserbeschriftung ist in vielen Industrien Pflicht: Seriennummern, Artikelcodes, UDI, Chargen- oder Rückverfolgbarkeitsdaten. Der Laser kann hochpräzise arbeiten – aber nur, wenn das Bauteil jedes Mal in einer definierten Lage liegt.

Und genau hier entsteht in der Praxis oft der Engpass: nicht der Laser, sondern die Aufnahme.

Wenn Produktportfolios wachsen, Varianten zunehmen und Geometrien wechseln, skalieren klassische, bauteilspezifische Nester schlecht. Sie binden Budget, benötigen Fläche und verlängern Rüst- und Einfahrzeiten.

In diesem Artikel zeigen wir zwei Wege, wie sich Laserbeschriftung bei hoher Variantenvielfalt robust und effizient aufstellen lässt:

  • manuell, schnell und flexibel mit dem MATRIX X-SUPPORT Modulen
  • programmierbar und automatisierbar mit der MATRIX FLEXSTATION und Paletten

Herausforderung: Laserbeschriften im High-Mix-Umfeld

In der Beschriftungspraxis treffen zwei Welten aufeinander:

  • Der Laserprozess ist standardisiert und wiederholgenau.
  • Die Werkstückaufnahme ist oft ein Mix aus Sonderteilen, Workarounds und Erfahrungswissen.

Typische Symptome, wenn die Aufnahme nicht mit der Variantenvielfalt mitwächst:

  • Rüstaufwand steigt mit jeder neuen Geometrie.
  • Bauteile müssen manuell ausgerichtet, unterlegt oder nachjustiert werden.
  • Ausschussrisiko steigt (falsche Position, falscher Beschriftungsbereich, Fokuslage passt nicht).
  • Vorrichtungsbestand wächst (mehr Nester, mehr Lager, mehr Handling).
  • Änderungen am Bauteil ziehen neue Hardware nach sich.

Das Ziel ist deshalb nicht „die perfekte Vorrichtung für ein Teil", sondern eine skalierbare Logik: eine Aufnahme, die sich schnell an unterschiedliche Geometrien anpasst – und dabei reproduzierbar bleibt.

Ansatz: Zwei Varianten, ein Prinzip

Je nach Automatisierungsgrad und Stückzahl ergeben sich zwei sinnvolle Setup-Varianten. Beide folgen demselben Prinzip: definierte Bauteillage statt Trial-and-Error.

Variante A: Manuelle Laserbeschriftung mit X-SUPPORT Modulen

Der X-SUPPORT ist für das präzise Messen und Markieren kleiner bis mittelgroßer Bauteile ausgelegt – unter anderem für Laserbeschriftung; für empfindliche Oberflächen sind optional PEEK-Pins möglich.

Die Idee: Statt ein Bauteil in ein festes Nest zu zwingen, wird die Auflage über Pins flexibel an die Geometrie angepasst. Damit lässt sich die Bauteillage stabil definieren, ohne für jede Variante eine eigene Aufnahme zu fertigen.

Kundenbeispiel: ZEPF MEDICAL INSTRUMENTS

ZEPF MEDICAL INSTRUMENTS beschreibt in einem Anwenderstatement ein Produktportfolio von 15.000 Artikeln – entsprechend hoch ist die Variantenvielfalt in den zu spannenden Geometrien. Für den Laserbeschriftungsprozess wurde eine Lösung gesucht, die diese Vielfalt abdeckt.

Wann Variante A besonders passt

  • Viele Artikel/Varianten, aber manuelle Beschriftung (z. B. Arbeitsplätze, Werkstatt, Rework, Ersatzteilfertigung)
  • Häufige Produktwechsel, geringe bis mittlere Stückzahlen
  • Ziel: schnelle Wechsel und stabile Bauteillage – ohne Vorrichtungsbestand aufzubauen

Variante B: Programmierbare Aufnahme für Laserzellen mit FLEXSTATION und Paletten

Wenn Laserbeschriftung teilautomatisiert oder vollautomatisiert läuft (z. B. mit Werkstückträgern, Handling oder integrierten Stationen), steigen die Anforderungen:

  • Wechsel muss noch schneller gehen.
  • Setups sollen digital dokumentiert und wiederholbar abrufbar sein.
  • Die Aufnahme soll sich aus CAD ableiten lassen, statt manuell aufgebaut zu werden.

Genau hier setzt die FLEXSTATION an: Von der CAD-Datei zur einsatzbereiten Produktion in rund 15 Minuten – ohne Umrüsten und ohne Sondervorrichtungen.

Was das in der Beschriftung bedeutet

  1. CAD-Daten nutzen statt Vorrichtung neu konstruieren
    Die FLEXSTATION ist kompatibel mit gängigen Formaten wie STEP, IGES und DXF.
  2. Setup automatisch ableiten
    Die Software erkennt Geometrie, Position und Stützpunkte und erstellt das Setup.
  3. Palettenprinzip für schnelle Wechsel
    Setups lassen sich auf standardisierte Träger/Paletten übertragen. Dadurch wird der Laserprozess nicht von einem einzelnen, bauteilspezifischen Nest abhängig. Changeovers zwischen Artikeln werden planbar – inklusive klarer Zuordnung „welches Rezept gehört zu welchem Teil".
  4. Integration in die Linie
    Die FLEXSTATION ist ideal für die Anbindung an PLC, CNC und Robotik; außerdem gibt es Integrationen über OPC UA, MQTT und REST API.

Wirkung im Laserprozess

  • Weniger Rüstzeit: Wechsel zwischen Artikeln wird planbar und schneller (manuell oder automatisiert).
  • Weniger Sonderhardware: weniger bauteilspezifische Nester, weniger Lager und Handling.
  • Höhere Prozesssicherheit: definierte Bauteillage reduziert Fehlbeschriftungen und Nacharbeit.
  • Schnellere Einführung neuer Varianten: neue Artikel können über CAD-Daten aufgesetzt werden, statt Wochen auf Vorrichtungen zu warten.
  • Bessere Skalierbarkeit: High-Mix wird beherrschbar, ohne dass die Werkzeuglandschaft explodiert.

Kurzcheck: Welche Variante passt zu Ihrem Laserprozess?

Variante A (X-SUPPORT) ist oft der schnellste Einstieg, wenn die Beschriftung manuell läuft und Variantenvielfalt hoch ist.

Variante B (FLEXSTATION + Paletten) lohnt sich besonders, wenn:

  • Wechselzeiten ein Engpass sind,
  • Setups dokumentiert und reproduzierbar abrufbar sein müssen,
  • oder die Beschriftung in eine automatisierte Linie integriert werden soll.

Fazit: Der Laser ist präzise – machen Sie die Aufnahme genauso flexibel

Laserbeschriftung skaliert erst dann wirklich gut, wenn die Werkstückaufnahme mit der Variantenvielfalt mithält.

Mit dem X-SUPPORT lässt sich High-Mix-Beschriftung manuell schnell und robust umsetzen. Mit der FLEXSTATION wird der nächste Schritt möglich: CAD-basierte, programmierbare Setups und schnelle Wechsel über Paletten/Rezepte – bis hin zur Integration in automatisierte Laserzellen.

Wenn Sie aktuell viele Artikel beschriften und Ihre Aufnahme zum Engpass wird, sprechen Sie uns an – wir diskutieren gern, welcher Setup-Weg (manuell oder programmierbar) am besten zu Ihrem Prozess passt.